Schaufenster
Licht erzeugt Lebendigkeit, bringt Lifestyle in die Gestaltung und macht das Fenster zum Blickfang. Es vermittelt Transparenz und Seriosität und animiert den Betrachter, das Geschäft zu betreten. Bei der Lichtplanung sollte man Beleuchtungsstärke, Art der Leuchten und Leuchtensysteme, Lichtfarbe etc. berücksichtigen.
Eine besondere Bedeutung nehmen auch Blickfang und Blickführung ein. Der Blickfang als Element des Gesamtkonzepts soll sich harmonisch in die Warenpräsentation einfügen. Darüber hinaus soll er dem Betrachter einen optischen Halt vermitteln, als ruhender Pol dienen, um von dort aus den Blick weiter durch das Fenster zu führen.
Gute Schaufenstergestaltung erfordert vom Dekorateur Kreativität, Kenntnis aktueller modischer Trends und handwerkliches Geschick.
Die Attraktivität steigt, je ansprechender die Lichtgestaltung im Detail ist: Das Schaufenster ist die Visitenkarte des Hauses. Hier findet die originelle Dekoration ihr Pendant in der wirkungsvollen Beleuchtung. Beide zusammen stehen für Qualität und Niveau des Angebotes. Gutes Licht vermittelt Transparenz und Kompetenz, es lädt den Betrachter zum Kauf ein.
Licht hat Signalwirkung
(Quelle: www.licht.de)
Helle Schaufenster wecken Interesse. Die Beleuchtungslösungen reichen von der flächigen Ausleuchtung des repräsentativen Angebotsquerschnitts bis zur Akzentuierung einzelner Ausstellungsstücke. "Licht zum Sehen" schafft Allgemeinbeleuchtung, "Licht zum Hinsehen" entsteht durch Akzentbeleuchtung. Besonders effektreich ist "Licht zum Ansehen": farbiges Licht, sich bewegende Lichtkegel, Lauflichter.
In Schaufenstern und Vitrinen dominieren Strahler, breitstrahlend für die allgemeine Aufhellung, tiefstrahlend zur Hervorhebung bestimmter Flächen, engstrahlend für die akzentuierende Detailbeleuchtung. Strahler an Stromschienen oder Seil- und Stangensysteme sind ortsveränderlich und ermöglichen die problemlose Anpassung der Beleuchtung an wechselnde Dekorationen. "Licht zum Sehen" schafft auch das Streulicht der Akzentbeleuchtung. Für eine eigenständige Allgemeinbeleuchtung eignen sich breitstrahlende Strahler und Deckeneinbauleuchten.
Wichtig: Damit Schaufenster bei hellem Tageslicht nicht dunkel wirken, müssen sie auch tagsüber beleuchtet sein. Das verhindert zugleich störende Spiegelungen in der Scheibe.
Schaufenster zeitgemäß dekorieren
(von A. Drexler)
Die Kunst des Visualisierens der Ware im Sinne von Werbung ist so alt wie der Handel selbst Nie war das Kaufpublikum aber so gut informiert und selbstbewusst wie heute. Die enorme Warenflut und das geänderte Verbraucherverhalten führen dazu, dass sich der Handel mit neuen Formen der Werbung auseinandersetzen muss. Ein wichtiges Werbemittel, um das eigene Warenangebot wirkungsvoll zu präsentieren, ist dabei das eigene Schaufenster.
Schaufenster sind in der Regel der erste Kontakt des Passanten zum Geschäft und werden zum so genannten "Visual Merchandising" gezählt. Es geht darum, das Waren- und Dienstleistungsangebot in seiner Vielfalt und seinen Vorzügen bestmöglich zu visualisieren.
Die Schaufensterwerbung sollte:
Die Firma bekannt machen und ihre Leistungsfähigkeit in der Öffentlichkeit hervorheben - dem Publikum Neuheiten vorführen und diese modisch und fachlich korrekt präsentieren, einen Überblick über das Warensortiment des Hauses geben und - den Absatz der angebotenen Waren gewährleisten und nach Möglichkeit steigern.
Um diese Aufgaben zu erfüllen, bedarf es laufend neuer Ideen, Impulse und Methoden. Durch Suggestion können Dekorierende versuchen, die umworbenen Kunden zur "unkritischen" Übernahme ihrer Gedanken zu bewegen und so zum Kauf zu animieren. Daneben können sie durch rationale Werbeargumente versuchen, beim Betrachter den Trieb zu wecken, ein ausgestelltes Produkt besitzen zu wollen.
Wirksame Werbung mit "AIDA"
Es gibt verschiedene Werbewirksamkeitsmodelle, mit denen versucht werden soll, eine Verhaltensänderung beim Verbraucher zu bewirken. Eines dieser Modelle, das AIDA - Modell, trifft besonders auf die Schauwerbung zu. Es geht davon aus, dass Verhaltensänderungen beim Betrachter nicht sofort, sondern schrittweise - in vier Stufen -erfolgen: Attention Interest Desire - Action (Aufmerksamkeit - Interesse Besitzwunsch - Kaufentschluss).
Das Schaufenster kann wie kein anderes Werbemittel die Produkte in ihrer Originalform, in einem attraktiv gestalteten Rahmen verkaufsfördernd zeigen und muss darum bewusst und überlegt gestaltet werden. Bei der Entwicklung der Schaufenster-Grundkonzeption ist es zweckmäßig, rechtzeitig entsprechende Überlegungen anzustellen und festzuhalten:
- Wie lauten Grundidee/Werbeanlass?
- Welche Ware zeige ich im Schaufenster?
- Welche Art der Gestaltung/Atmosphäre wähle ich?
- Welche Zielgruppen spreche ich an?
- Bildet Idee, Ware und Aus¬stattung ein harmonisches Ganzes?
- Ist die Idee realisierbar und kostengünstig durchführbar?
Die richtige Einkaufsatmosphäre schaffen
Schaufenster haben jedoch auch wichtige gesellschaftliche Aufgaben zu erfüllen. So vermitteln die Schaufenster einer Kommune das Bild vom allgemeinen Kultur- und Geschmacksniveau des Ortes.
Gut gestaltete Schaufenster erzeugen eine positive Einkaufsatmosphäre, animieren zum Besuch der Einkaufspassagen und Geschäfte und dienen der Kommunikation der Bürger.
Sie tragen dazu bei, dass sich der potentielle Käufer wohl fühlt und bei ihm der Eindruck entsteht, dass Einkaufen Spaß macht. Als "Erlebniskauf" bezeichnet man diese neue Art des Shoppings, die von vielen als eine Art Freizeitgestaltung betrachtet wird und gerne in den frühen Abendstunden bzw. am Wochenende genutzt wird.
Um diesem Trend Rechnung zu tragen und die Ware wirkungsvoll zu präsentieren, sind wichtige den Fensterraum betreffende Grundvoraussetzungen unbedingt zu berücksichtigen. Unter anderem kommt es auf seine Ausstattung, die Beschaffenheit von Boden, Wänden und Decke, die verwendeten Aufbauhilfen und Warenträger sowie die optimale Ausleuchtung des Fensters an.
Licht lockt Leute
lautet eine Regel, welche die Signalwirkung des Lichtes unterstreicht.
Licht erzeugt Lebendigkeit, bringt Lifestyle in die Gestaltung und macht das Fenster zum Blickfang. Es vermittelt Transparenz und Seriosität und animiert den Betrachter, das Geschäft zu betreten. Bei der Lichtplanung sollte man Beleuchtungsstärke, Art der Leuchten und Leuchtensysteme, Lichtfarbe etc. berücksichtigen.
Eine besondere Bedeutung nehmen auch Blickfang und Blickführung ein. Der Blickfang als Element des Gesamtkonzepts soll sich harmonisch in die Warenpräsentation einfügen. Gelungen ist sie dann, wenn auf den Passanten ein visueller Reiz ausgeübt wird. Darüber hinaus soll er dem Betrachter einen optischen Halt vermitteln, als ruhender Pol dienen, um von dort aus den Blick weiter durch das Fenster zu führen. Von großer Wichtigkeit sind ferner Sauberkeit, exakte Warenbehandlung, Schaffung interessanter Bedarfsgruppen, Atmosphäre und die richtige Preisauszeichnung.
Gute Schaufenstergestaltung erfordert vom Dekorateur Kreativität, Kenntnis aktueller modischer Trends und handwerkliches Geschick. Im Idealfall gelingt es, im Schaufenster eine "Shoppingshow" zu kreieren, die beim Passanten "Attention" erzeugt und am Ende zur "Action" animiert.
August Drexler ist im technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum in Saarbrücken zuständig für Schauwerbegestaltung und Raumausstattung. Er ist Mitglied im IHK-Prüfungsausschuss für diesen Bereich.
Aus der Zeitschrift "wirtschaft"
Journal der IHK
Shopbeleuchtung
(Quelle: www.licht.de)
Im modernen Einzelhandel hat die Beleuchtung zwei Funktionen: Sie dient der schnellen Orientierung und inszeniert immer neue Erlebniswelten. Gute Beleuchtung ist mehr als nur eine Hilfestellung für unterschiedliche Sehaufgaben.
Kaufhaus, Hifi-Studio oder exklusiver Feinkostladen: Eine gelungene Produktpräsentation bestimmt den Verkaufserfolg. Sie betont die Qualität der Ware, prägt das Image, schafft positive Emotionen. Diese immateriellen Marketingbotschaften lassen mit Licht besonders gut transportieren.
Raumübergreifende Orientierung, aber auch Wahrnehmung im Detail ermöglicht die Allgemeinbeleuchtung durch regelmäßige Anordnung der Leuchten über die gesamte Verkaufsfläche oder in diesem Fall als platzorientierte Allgemeinbeleuchtung mit Leuchten, die auf einzelne Raumbereiche bezogen sind. Zum Hinsehen verführt zusätzliche Akzentbeleuchtung, beispielsweise mit höheren Beleuchtungsstärken oder verändertem Lichteinfall. Und dynamische Lichtinszenierungen bringen neuen Schwung in Verkaufsräume.
Licht im Eingang
Repräsentativen Charakter und damit eine dem Schaufenster ähnliche Signalwirkung hat der Eingangsbereich. Sein Licht führt den Kunden in das Geschäft und weckt Aufmerksamkeit. Reizvolle Akzente lassen sich unter anderem mit farbigem Licht oder mit so genannten Lichtpunkten erzielen.
Gutes Licht steht für Verkaufserfolg. Gefragt sind Lichterlebnisse.
Energiekosten
Die Möglichkeiten mit Licht zu gestalten und dabei noch Energiekosten einzusparen, sind mit dem Innovationsschub bei Leuchten und Leuchtmitteln erheblich gewachsen.
Beachten Sie dazu den Kostenvergleich!
Hocheffiziente Leuchten, LED- und Lichtfasertechnik für wärmeempfindliche Produkte sind nur ein kleiner Teil dessen, was Energiekosten spart. So vielfältig wie das Angebot sind die Lichtlösungen, die der Lichtplaner erarbeitet. Der maß- und planvolle Umgang mit dem Medium Licht führt oft auch im kleineren Maßstab zu verblüffenden Ergebnissen. Ein Patentrezept für Laden- und Lichtgestaltung gibt es nicht.
Energiesparmassnahmen
Niedervolt Halogen MR16 50 mm
Licht so notwendig für den Verkauf - wie die Sonne zum Leben.
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