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Informationen / Allgemeine Tipps

  • Bauherren Planungstipps
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  • LED Technik
  • Schutzklassen

Bauherren Planungstipps

Schon vor der Festlegung der Deckenkonstruktion ist es für Sie als Bauherr wichtig, das Beleuchtungssystem grundsätzlich festzulegen. Das gleiche gilt natürlich auch für Wandscheiben in Fertigbetonbauweise.

Aufbau- oder Pendelleuchten,
Wand- oder Wandeinbauleuchten, Bodenstrahler oder Deckeneinbauleuchten.

Hat der Architekt Betondecken - gleich welcher Bauart geplant, sind bei Verwendung von Einbauleuchten besondere Maßnahmen notwendig.

Sind die erstgenannten Beleuchtungskörper nur für die reine Definition der Leitungsauslässe maßgebend, kommt es im Bereich der Einbauleuchten doch wiederholt und vermehrt zu Problemen. Hier entscheidet nicht nur die rechtzeitige Planung sondern, das enge und kooperative Zusammenspiel zwischen allen am Bau beteiligten Planern und Ausführenden. Ist die Fertigbetondecke erst einmal statisch berechnet, liegt auf dem Rohmauerwerk und ist gar der Estrich gegossen, kann es bereits zu spät sein.

Was kann passieren, wenn nicht frühzeitig darüber nachgedacht wird?

Spätere Stemm- und Kernlochbohrungen kosten unverhältnismäßig mehr bei nachträglicher Ausführung. Zusätzlich notwendige Deckenabhängungen verursachen vermeidbare Kosten und schränken dazu die Raumhöhe und das Wohlbefinden ein.

Statische Gegebenheiten (Bewehrungsmatten und zusätzliche Armierung) schränken sowohl die Anzahl als auch die Art der Einbauleuchten im Nachhinein stark ein. Schmerzende Kompromisse sind vorprogrammiert!

Schallschutztechnische oder wärmeisolierende Maßnahmen können nachträgliche Einbaumaßnahmen gänzlich verbieten. Für den Bauherren entstehen zusätzliche Kosten durch Planungsleistungen, die bei rechtzeitiger Klärung vermeidbar sind.

Je früher umso schlauer!

Wie sollte man also vorgehen?

Überlegen Sie früh genug, in welchen Bereichen Ihrer Baumaßnahme sich Einbauleuchten sinnvoll in die Architektur und die Funktion der Räume einfügen. Suchen Sie sich einen professionellen Lichtplaner, der Sie in allen Punkten der lichttechnischen und baulichen Maßnahmen über die gesamte Bauphase bis zur Endabnahme kompetent betreut. Wählen Sie früh genug die lichttechnisch und architektonisch passenden Leuchten aus, um anhand der Leuchtentechnik, Abmessungen und Anordnung im Raum (Einbaumaße und Montageorte) vor Berechnung der Deckenstatik zu berücksichtigen.

Primär gilt: je größer der Einbaudurchmesser der Leuchte um so flacher kann sie sein (je nach Lampentechnik und Lage des Leuchtmittels - senkrecht oder waagerecht. Bei Einbauleuchten in abgehängten Deckensystemen (Gipskarton, Holzpaneele etc.) ist vorerst nur die erforderliche Einbautiefe der ausgesuchten Leuchten für die Abhängehöhe einzuplanen. Wird der Hohlraum zwischen Deckenabhängung und Rohbetondecke mit Dämmstoffen gefüllt, sind hier rechtzeitig Aussparungen einzuplanen. Ist der Untergrund möglicherweise entflammbar sind die Leuchten in speziellen Kästen (bauseits) mit einer F30- oder F90- Abkastung zu versehen. Auf ausreichendes Volumen für die Wärmeabführung ist zu achten. Wichtig hierbei ist auch die Frage der Dampfsperre im Dachbereich.

Unter Berücksichtigung der späteren Raumnutzung ist die Anordnung der Leuchten der Raumgeometrie (Fenster, Türen, Ecken, oder Endpunkte) anzupassen. Bei Deckenabhängungen und Integration von lüftungstechnischen Anlagen ist eine Abstimmung dieser Gewerke vorzunehmen. Unterzüge und Stürze, vor allem in einer Zwischendecke sind in der Beleuchtungsplanung unbedingt zu beachten. Sind diese Punkte klar, sind bauseits Styroporklötze, PVC-Leerrohre, Deckeneingießtöpfe (mit oder ohne Trafotunnel) oder so genannte Plasterkits (überputzbare Montagehilfen) mit den erforderlichen Abmessungen vorzuhalten. Damit die entstehende Wärme nach hinten von Leuchtmittel und der Elektronik abgeführt werden kann ist die Einbauanweisung der Leuchtenhersteller zu maßgebend. Ersparen Sie sich Ärger, in dem Sie alle Montageorte vor Einbringen des Ortbetons nochmals nachgemessen werden. Nacharbeiten sind dort sehr teuer.

Das Planungsdefizit schlägt unbarmherzig zu!

Kommen Halogen-Niedervoltstrahler zur Ausführung, sollte man gemeinsam mit dem Lichtplaner und Elektrohandwerker überlegen, ob Sammeltransformatoren oder Einzeltransformatoren sinnvoller sind. Dieses wird von mehreren baulichen Gegebenheiten bestimmt.

Klären Sie ab, ob es Montagehilfen und Befestigungsteile zur Vormontage gibt. Hier sollte man nochmals die exakte Position der Deckenaussparungen überprüfen, denn Nacharbeiten in der Fertiginstallation verursachen zusätzliche Kosten.

Text: Manfred Kunath

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Dichroitische Farbfilter

Die Möglichkeiten farbiges Licht zu produzieren.

Auch Farbfilter finden zunehmend Anwendung. Differenziert wird hier zwischen Folienfiltern und Glasfiltern.

Folienfilter auch Theaterfilter genannt sind, je nach Hersteller, in ca. 200 Farbnuancen lieferbar und bieten größte Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Farbgestaltung. In der Herstellung der Folienfilter haben sich zwei wesentliche Verfahren etabliert. Die gängigste Variante der Standardfilter bestehen aus Polyesterfolie, welche ein oder beidseitig mit Farbpigmenten bedruckt sind. Eine etwas hochwertige Variante, oft als HT-Filter (Hoch-Temperatur) bezeichnet, bestehen aus drei Schichten Polycarbonat, welche zu einer Art "Sandwichfolie" verschweißt werden. Die mittlere eingefärbte Polycarbonatschicht ist dabei durch zwei transparente Schichten gegen direkte Wärmeeinstrahlung geschützt und reduziert etwas den Effekt des Ausbleichens der Filterfolien. Darüber hinaus sind diese Folien selbstverlöschend und weisen eine B1-Zertifizierung nach DIN 4102 auf.

Eine weitere Möglichkeit Farbigkeit zu erreichen, ist die Nutzung von Farbgläsern. Farbgläser bestehen aus gehärtetem eingefärbtem Glas und sind handelsüblich nur in wenigen Grundfarben lieferbar. Die letzte und hochwertigste Variante von Farbfiltern bildet der Kreis von dichroitischen Farbfiltern, von denen circa 36 Farbvarianten als Standardfilter lieferbar sind. Die Filter bestehen aus Borosilikatglas, welches Temperaturen bis 225° dauerhaft standhält und kurzeitige Belastungen bis über 300° auch noch verkraftet. Die Glasrohlinge werden mit den Wellenlängen entsprechenden Farbschichten bedampft und haben die Eigenschaft nur die gewünschten Spektren passieren zu lassen. Die nicht erwünschten Spektren werden kaum vom Filter absorbiert und fast vollständig reflektiert. Dichroitische Filter, auch Mehrschichtinterferenzfilter genannt, haben eine höhere Lichtdurchlässigkeit und sind steilflankiger als traditionelle Filter, das typische Problem des Ausbleichens ist nicht existent.

Anwendung von Farbfiltern

Bei der Auswahl von Farbfiltern ist lediglich zu beachten mit welchem Leuchtmittel oder Scheinwerfer gearbeitet wird. Die Farbwirkung verändert sich, unabhängig von der gewählten Filterart je nach genutztem Leuchtmittel. Werden Entladungslampen (5600K) und Halogenleuchten (3200 K) mit einem identischen Filter ausgestattet, ist dies je nach gewähltem Farbton deutlich sichtbar und sollte ggf. angeglichen werden.
Folienfilter haben alle den Nachteil, dass sie selbst in Scheinwerfern mit kleinen Leistungen (20W) mehr oder weniger schnell ausbleichen.
Die Einfilterung mit Folienfiltern ist immer dann empfehlenswert, wenn es sich um temporäre Installationen handelt. Ausnahme dieser Regel sind Scheinwerfer und Leuchten mit geringen Wärmeaufkommen (z.B. Leuchtstoffröhren oder HQI-Strahler), die Folienfilter zeigen in diesen Geräten eine gewisse Langlebigkeit (ca. 3 Monate bei HQI-Flutern, 150W).

Die Wahl fällt auf Glasfilter wenn Folien oder dichroitsche Filter nicht nutzbar sind. Dies ist immer dann der Fall wenn zum Beispiel Halogenfluter zum Einsatz kommen sollen. Folienfilter verbrennen nach kurzer Nutzungsdauer und dichroitsche Filter sind begründet durch ihre physikalischen Eigenschaften nicht einsetzbar. Nachteil der Glasfilter sind die geringe Farbvielfalt und die oft nicht ausreichende Hitzefestigkeit. Glasfilter werden oft aus mehren "Glastreifen" zusammengesetzt um die Hitzefestigkeit etwas zu erhöhen.

Im Bereich der Architekturbeleuchtung kommen fast ausschließlich dichroitsche Filter in Betracht. Hinsichtlich Farbtreue, Hitzebeständigkeit und Lebensdauer sind diese Filter nicht zu übertreffen. Aufgrund ihrer lichttechnischen Eigenschaften können dichroitsche Filter aber nur bei Leuchten oder Scheinwerfern mit definiertem engwinkligem Lichtaustritt genutzt werden. Dichroitsche Farbfilter reagieren auf minimalste Änderungen des Einstrahlwinkels. Bei Halogenflutern ist allein die Länge des Leuchtmittels ausreichend um den gewünschten Farbeindruck völlig zu verfälschen. Bei der Wahl eines Blaufilters auf einem solchen Fluter erhält man mittig den gewünschten Blauton, wohingegen der Randbereich eine Rotfärbung annimmt.

Additive und subtraktive Farbmischsysteme

Die sinnvolle Fortsetzung einer Erläuterung von Farbfiltern ist die kurze Beschreibung der beiden Farbmischsysteme. Unterschieden wird zwischen dem Prinzip der additiven Farbmischung (RGB) und dem System der subtraktiven (CMY) Farbmischung.

Bei dem additiven Farbmischverfahren werden die auf einer Fläche auftreffenden Wellenlängen addiert. Das sichtbare Produkt wird immer heller. Werden die Grundfarben Rot, Grün und Blau in den identischen Intensitäten, bzw. in den erforderlichen Anteilen des Normalbeoachters (IBK) projiziert, erscheint die angestrahlte Fläche weiß. Die Defizite des menschlichen Auges werden hier genutzt. Im direkten Vergleich mit dem menschlichen Ohr ist das Auge eher ein zweitrangiger Kandidat. Während das Ohr in der Lage ist unterschiedliche Töne gleichzeitig wahrzunehmen ist es dem Auge nicht möglich verschiedenen Wellenlängen zeitgleich zu sehen. Die auf die Stäbchen und Zäpfchen auftreffenden Wellenlängen werden vom Auge und dem Gehirn in ein "Produkt" gewandelt welches wir als Farbe definieren. Dazu ist das Auge noch recht träge, was uns das Farbfernsehen ermöglicht. Auch diese Technik funktioniert nach dem Prinzip der additiven Farbmischung, was erkennbar wird wenn man den Bildschirm aus unmittelbarer Nähe betrachtet.

Beim subtraktiven Farbmischverfahren werden Filter unterschiedlicher Wellenlänge zeitgleich vor einer Lichtquelle angebracht. Jeder einzelne Farbfilter vor der Lichtquelle subtrahiert einige Wellenlängen auf dem Gesamtspektrum des weißen Lichtes heraus. Das sichtbare Produkt der subtraktiven Farbmischung wird immer dunkler. Die bekanntesten Anwendungsgebiete der subtraktiven Farbmischung liegen in der Fotografie oder beim Farbfilm.

Nutzung von Farbmischsystemen

In der praktischen Anwendung dominiert aus praktischen Gründen das Prinzip der additiven Farbmischung. Dabei müssen nicht einmal alle Grundfarben in ein gestalterisches Konzept einbezogen werden.

Als Beispiel kann hier eine einfache helle Wand aufgeführt werden. Nehmen wir an es handelt sich um eine Wand mit vier Metern Höhe und sechs Metern Breite. Im der Decke werden alle Zwei Meter zwei asymmetrische Fluter eingelassen. Die Fluter werden nacheinander jeweils mir einem roten Filter und einem Blauen Filter ausgestattet. Mit den entsprechenden Regelkreisen lässt sich diese Wand nun in vielfältiger Weise bespielen. Werden alle Fluter mit der gleichen Leistung versorgt ergibt sich ein Wandeindruck der als "Lavendel" bezeichnet werden kann, das Produkt der additiven Farbmischung zwischen zwei Grundfarben.

Möchte man eine Mischung durch das komplette Sichtbare Spektrum erreichen sind alle drei Grundfarben erforderlich. Ein häufiges Anwendungsbeispiel ist hier die Horizontausleuchtungen oder Lichtdecken mit einfachen Leuchtstoffröhren. Die Röhren werden in Gruppen hinter eine transluzenten Folie angeordnet Jede Gruppe besteht aus drei Leuchtstoffröhren die jeweils mit den Grundfarben rot, grün, und blau eingefiltert sind. Im Handel sind auch Systeme mit vier Röhren erhältlich. Die vierte Leuchtstoffröhre ist in diesen Systemen nicht eingefiltert und dient der Aufhellung.

Werden die Leuchtstoffröhren nun über digitale Vorschaltgeräte in ihren Intensitäten angefahren, ist praktisch eine Farbmischung durch das komplette sichtbare Spektrum realisiert worden. Subtraktive Farbmischsysteme sind nicht ohne weiteres eigenhändig zu konstruieren und sind wichtiger Bestandteil von "Automatisierten Lichtsystemen", welche an anderer Stelle in diesem Text näher erläutert werden.

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LED Technik

Zunehmende Wertigkeit gewinnen LED-Leuchten oder Strahler im Bereich der  Architekturbeleuchtung. Geringer Energiebedarf und einer Lebensdauer von derzeit bis zu 10 Jahren erfreuen die Planer. Die Lichtausbeute steht vielen Erwartungen noch entgegen, die Entwicklung geht aber mit großen Schritten voran.

LED-Leuchten sind als Leuchtzeilen mit definierter Wellenlänge ideal zur Illuminierung von Gläsern oder Flaschen in Regalen geeignet. Auch als Treppenstufenbeleuchtung oder Wegführungskennzeichnung empfiehlt sich der Einsatz von LED´s.

Einige Hersteller bieten bereits komplette LED-Farbmischsysteme in der bekannten Bauform des MR 16-Leuchtmittels oder in kurzen LED-Zeilen (ca. 15-40cm) Die Elektronik arbeitet nach dem Prinzip der additiven Farbmischung.

Attraktive Einsatzorte für die LED-Systeme sind die farbliche Akzentuierung von Deckengewölben und Hohlräumen. Eine homogene Ausleuchtung von satinierten Glasflächen gelingt damit perfekt.

power glass®  Revolution in Glas

Fassadengestaltung mit neuartiger Glas-/Licht-Technologie

(aus Licht 1/2,2002)

Eine neue Glastechnologie könnte die lichttechnische Gestaltung von transluzenten Wänden bis hin zu kompletten Glasfassaden revolutionieren. Ein Bericht über bereits realisierte Anwendungen und geplante Vorhaben mit diesem neuen Werkstoff. Die Funktion des Werkstoffes Glas beschränkt sich auf seit einiger Zeit nicht mehr nur auf die Füllung von Fenstern und Türen. Der Werkstoff Glas ist zu einem festen Bestandteil der aktuellen Architektur geworden. Ein Baustoff mit vielfältigen Getsaltungsmöglichkeiten und definierbaren statischen Eigenschaften. So entstehen heute komplette Fassaden aus Stahl und Glas mit Ihren unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Licht und Glas

Ein wesentlicher Nachteil moderner Glasfassaden wird in den Abendstunden ersichtlich. Glasfassaden lassen sich nur schwer beleuchten oder durch Licht inszenieren. Die vielen Vorteile, die eine Glasfassade am Tage zeigt, verblassen in den Abendstunden. Und dies in einer Zeit, in der Architekturbeleuchtung immer mehr an Bedeutung gewinnt, und diese zu einem wesentlichen Bestandteil der modernen Architektur geworden ist. Glas lässt sich, wie Wasser, begründet durch den geringen Reflexionsgrad, nicht beleuchten. Das was das menschliche Auge als sichtbares Licht wahrnimmt, sind elektromagnetische Wellen, die vom Auge und dem Gehirn als Farbe und Helligkeit interpretiert werden. Betrachtet der Mensch als zum Beispiel einen roten Gegenstand, so reflektiert die Oberfläche dieses Gegenstandes einige Wellenlängen des einfallenden Lichtes in das menschliche Auge, wo diese vom Gehrin als Farbe "Rot" interpretiert werden. Der Grund, weswegen der Mensch den Gegenstand als roten Gegenstand wahrnimmt ist als mit der Reflexion definierter Wellenlängen begründet. Der Werkstoff Glas definiert sich unter andrem durch einen möglichst geringen Reflexionsgrad, um die Transparenz zu gewährleisten. Wenn Glas beleuchtet werden soll, muß also eine zusätzliche Reflexionsebene geschaffen werden. Dies kann durch Nebel oder eine Satinierung des Glases erreicht werden, jedoch mit dem Nachteil, das dieses Glas nun nicht mehr transparent ist.

Fassadenbeleuchtung

Das Problem moderne Glasfassaden zu inszenieren ist vielschichtig. Zum einen soll die Architektur in den Abendstunden hervorgehoben werden, zum anderen sollen die in den Gebäuden tätigen Menschen nicht durch die Beleuchtung beeinträchtigt, oder gar gestört werden. Weiterhin kann die Lichtgestaltung einer Glasfassade sehr zu Ihrem Nachteil beeinträchtigt werden wenn nachts in einem Hochhaus einzelne Büroetagen illuminiert bleiben.

Ein weiterer Aspekt der Fassadenbeleuchtung resultiert erneut aus dem Aufnahmevermögen des menschlichen Sehprozesses. Der Mensch nimmt Licht intensiver wahr, wenn er direkten Blickkontakt in die jeweiligen Lichtquellen erhält. Dies ist mit ein Grund für die Verbreitung der allgemein bekannten "Neon-Leuchtwerbung". Illuminiertes Neonglas gehört zu den wenigen Lichtquellen in die der Mensch direkt hineinschauen kann ohne geblendet zu werden. Diesen Vorteil des "blendfreien Lichtes" birgt auch die heutige LED-Technologie in sich. Hinsichtlich Energiebedarf, Leuchtmittellebensdauer und Farbvielfalt ersetzt die LED-Technologie zunehmend die "Neonröhren" in Lichtwerbeanlagen. Ein wesentlicher Vorteil bei dieser Technologie ist die Spannungsversorgung auf Niedervoltbasis, womit die Hochspannungsversorgung von Lichtwerbeanlagen mit bis zu mehren tausend Volt vollständig entfallen kann.

power glass®

Eine Art "Revolution" ist der Firma Glas-Platz gelungen. Dort wurde erstmals Glas- und LED-Technologie miteinander kombiniert. Wesentliches Merkmal der neuen Technologie ist die transparente Spannungszuführung zu den einzelnen Leuchtdioden. Das weltweit patentierte Verfahren basiert auf einer Art "transparenten Leiterplatte", ähnlich den Platinen in einem Fernsehgerät. Im Unterschied zu herkömmlichen Platinen wird beim power glass® das Leiterbahnlayout auf ein Trägerglas aufgebracht. Diese metallische und elektrisch leitende Schicht ist so dünn, das Sie vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen wird. Im nächsten Arbeitsgang werden die beidseitig abstrahlenden Leuchtdioden via Bestückungsautomat auf dem Trägerglas positioniert. Im letzen Arbeitsgang wird eine zweite Glasplatte auf der Bestückungsseite der Trägerplatte fixiert und das Ganze vergossen um es vor äußeren Einflüssen zu schützen. Für den Betrachter entsteht der Eindruck, die einzelnen LED´s leuchten ohne jede elektrische Verbindung. Dieses Verfahren eröffnet völlig neue Möglichkeiten im Design von Leuchten oder gläsernen Fassaden. Lästige Kabel entfallen, die Zuleitung bis zum Glas kann in der mechanischen Befestigung der Gläser untergebracht werden. Als Standardanwendung liefert Glas-Platz bereits gläserne Trennwände für Büroräume oder Treppenhäuser, deren völlige Transparenz durch eine filligrane, beidseitig leuchtende LED-Linie zusätzlich akzentuiert wird.

Programmierbares power glass®

Zusätzlichen Reiz gewinnt die neue Glastechnologie durch die Programmmierbarkeit der Einzelnen, in das Glas eingebrachten Leuchtdioden. Die Kölner Firma LightLife hat bereits erste Anwendungen mit der neuen Technik realisiert. Auf dem Messestand der Autostadt GmbH auf der diesjährigen IAA in Frankfurt (Gesamtkonzeption: 3deluxe, Wiesbaden) konnten sich die Besucher auf großzügigen Sitzmöbeln entspannen. Zwischen den Möbeln waren Glastische integriert, deren Tischplatten aus steuerbarem power glass® gefertigt waren. Zusätzlich wurde ein Sensor in die Tischplatten eingebracht. Ließen die Besucher sich nun in einem der Sitzmöbel nieder leuchtete zunächst die komplette Tischplatte. Sobald die Besucher zum Beispiel Ihre Hand auf die Tischplatte legten, begann ein Lichtspiel der Led´s in der Tischplatte, die Sitzmöbel begannen den jeweiligen Besucher zu massieren und zusätzlich berieselten motorgesteuerte Lautsprecher den Sitzplatz mit einer eigens dafür komponierten Klangcollage (Komponist: Hagü Schmitz). Weitere Anwendungen der steuerbaren Glastechnologie sieht Antonius Quodt im Bereich der Fassadengestaltung, gerade bei Fassaden aus Stahl und Glas. In Planung befindet sich gerade ein mehrstöckiges Hochhaus mit doppelter Glasfassade. Gemäß dem aktuellen Planungsstand werden steuerbare Glaselemente in die Fassade eingebracht, über die sich Logos, Graphiken oder Texte auf die Fassade übertragen lassen. Zusätzlich soll eine Anbindung an das Internet erfolgen, womit ein einfaches Email einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte. Die geplante Installation bietet dem späteren Betrachter Eindrücke, die mit den bisherigen Mitteln der Lichttechnik nicht realisiert werden konnten. So sind die abgebildeten Texte oder Logos auch im normalen Tageslicht sichtbar. Auch allabendlich beleuchtete Büroetagen können der Wirkung der Installation kaum etwas anhaben. Und die Menschen, welche zu später Stunde noch tätig sein müssen, bemerken die vorhandene Installation nicht einmal. Darüber hinaus eröffnet die Zukunft ungeahnte Möglichkeiten in der Gestaltung und Lichtwerbung, unter Anwendung der neuen Glastechnologie. Ein herkömmliches Fernsehbild besteht aus ca. 400.000 Pixeln, die sich jeweils durch einem roten, grünen, und blauem Leuchtpunkt definieren. Man stelle sich nun eine Glasfassade vor, deren Glaselemente mit RGB-Dioden bestückt wurden, die wiederum 400.000 Pixel bilden. Es entstünde der vermutlich größte Farbbildschirm der Welt, und die Menschen im Innern dieses Bildschirmes würden nicht einmal etwas bemerken.

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Schutzklassen

IP-Schutzklassen Kennzeichnung (EN 60529)

Die Schutzartenspezifizierung definiert sich über zwei wesentliche Kennziffern. Die erste Kennziffer beschreibt dabei den Schutz gegen das Eindringen von festen Fremdkörpern in einen Scheinwerfer oder ein Gerät. Die zweite Kennziffer beschreibt den Schutz gegen das Eindringen von Flüssigkeit  (Wasser) in ein Gerät oder Leuchte.

1. Ziffer

2. Ziffer

0 = kein Schutz

0 = kein Schutz

1 = Fremdkörper > 50 mm

1 = Senkrecht fallendes Tropfwasser

2 = Fremdkörper > 12 mm

2 = Schräg einfallendes Tropfwasser (75 bis 90 Grad)

3 = Fremdkörper > 2,5 mm

3 = Sprühwasser

4 = Fremdkörper > 1,0 mm

4 = Spritzwasser

5 = Staubgeschützt

5 = Strahlwasser

 6 = Staubdicht

6 = Schwere See

7 = Eintauchen

8 = Untertauchen

Findet sich also auf dem Typenschild eines Scheinwerfer die Angabe IP65, so handelt es sich um ein staubdichtes und gegen Strahlwasser geschütztes Gerät. Ein solcher Scheinwerfer kann problemlos in Außenbereichen montiert werden. Dabei ist zu beachten, das die IP-Kennzeichnung keine Angaben zu Kälte- bzw. Hitzempfindlichkeit eines Gerätes bezeichnet.

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